Fallstudie: Absaugung von Schweißrauch und Schleifstaub mit einem zentralen Filtersystem - Patronenfilter - 3 Seiten

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Katalogauszüge

Schweißrauche sind komplexe Stoffgemische aus Metalloxiden, Silikaten und Fluoriden, die bei Bearbeitungsverfahren wie z.B. Schweißen, thermischem Schneiden und verwandten Arbeiten wie Löten, thermischem Spritzen und Flammhärten auftreten. Diese Rauche entstehen, wenn metallische Werkstoffe über die Siedetemperatur erhitzt werden, in Gase übergehen, diese anschließend in der Luft abkühlen und zu ultrafeinen Partikeln auskondensieren. Diese Partikel, deren Durchmesser fast ausschließlich unter 1µm (< 0,001mm!) liegen, sind als stark gesundheitsgefährdend einzustufen, weil sie beim Einatmen bis in die Lungenbläschen des Körpers (Alveolen) vordringen können. Diese Schadstoffe können bei hoher Konzentration oder häufiger Exposition zu unmittelbaren Symptomen (Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Metallfieber) bis hin zu chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen (chronische Bronchitis, Asthma, Lungenkrebs) und Schädigungen des Zentralnervensystems (Parkinson’sche Erkrankung) führen. Laut Gefahrstoff-Richtlinie 98/24/EG sind Arbeitnehmer vor gefährlichen Stoffen zu schützen und Schweißrauch ist als solcher deklariert. Der allgemeine Grenzwert für A-Staub, d.h. für alveolengängige Partikel, beträgt 3 mg/m³ in Deutschland (siehe Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 900). In der Regel treten im Atembereich des Schweißers bei Nichtanwendung lüftungstechnischer Maßnahmen – wie z.B. Absauganlagen - Schadstoffkonzentrationen auf, die die Vorgabe um ein Vielfaches überschreiten können. Bei hochlegierten Stählen, die in Summe mehr als 5 Gewichtsprozent an Legierungselementen wie Chrom, Nickel und Mangan enthalten, sind sogar niedrigere Grenzwerte für die Arbeitsumgebung des Arbeitnehmers verbindlich. Ein Umluftbetrieb der gefilterten Luft ist in diesem Fall grundsätzlich nicht erlaubt. Abweichend von diesem Grundsatz darf die in einem Arbeitsbereich abgesaugte Luft dorthin zurückgehführt werden, wenn sie unter Anwendung behördlicher oder berufsgenossenschaftlich anerkannter Verfahren (z.B. Sicherheitsfilter H13 als Nachfilter oder Energierückgewinnung durch Wärmetauscher) oder Geräte (z.B. W3-geprüfte Geräte) ausreichend von solchen Stoffen gereinigt ist. Informationen zum Stand der Technik zu dem Thema „Schweißrauch“ bieten BGR 220 und die TRGS 558 und zum Thema „Luftrückführung beim Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen“ TRGS 560. Problemstellung Zambelli Technik ist ein metallverarbeitendes und mittelständisches Unternehmen in der Tschechischen Republik, das als Hersteller von Öfen und Kaminen und als Zulieferer der Automobilindustrie einen guten Namen genießt. Das exportorientierte Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen und baute infolge dessen die Fertigungskapazitäten sukzessiv aus. Verfahrenstechnisch entstehen während der Produktion sowohl Schweißrauche als auch Schleifstäube. Die Aufgabenstellung des Kunden war, eine Systemlösung zur Schadstofferfassung und Hallenlüftung zu erarbeiten. Die Schadstoffe sollten über eine zentrale Filteranlage abgesaugt werden, die bevorzugt außerhalb der Produktionshalle aufzustellen sei. Die gefilterte Luft sollte während der Heizperiode über eine Sommer/Winterschaltung wieder in die Halle zurückgeführt werden können, um Ressourcen zu schonen und Heizkosten einzusparen. Außerdem ist der Schweißrauch als brennbar einzustufen, da bei der Metallbearbeitung Zündquellen z.B. beim Schleifen nicht auszuschließen sind und so zu einem Rohrleitungs- und Filterbrand führen können. Konventionelle Prallplatten und Umlenken bieten hierzu keinen sicheren Schutz, so dass Brandschutzaufgaben bei der Anlagenplanung mit in Betracht zu ziehen sind. Kunde: Zambelli Technik, spol. s.r.o, www.zambelli.de AbsAugung von schweissr Auch und schleif s tAub mi t einem zen t r Alen f ilt ersys t em - PAt ronenf ilt er Absaugung von Schweißrauch und Schleifstaub mit einem zentralen Filtersystem - Patronenfilter

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Nanofaser Querschnitt Filtermedien mit PTFE-Membranen arbeiten im Grunde auch nach diesem Prinzip der Oberflächenfiltration, aber die PTFE-Fasern sind aufgrund des Meltblown-Fertigungsverfahren dicker (ca. 1-10 µm) als UAS Nanofasern, was zur Folge hat, dass die Abscheideleistung und Standzeiten geringer sind. Wie im Infokasten beschrieben, sind die Partikel von Schweißrauch zu ca. 99% kleiner als 1µm und stellen höchste Ansprüche an das Filtermedium. Auf der einen Seite muss die Abscheidung der ultrafeinen Schadstoffe zuverlässig erfolgen, um die Arbeitsplatzund Reinluftkonzentrationen mindestens...

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Darüber hinaus wurden durch UAS die beiden verbleibenden Parts der Aufgabenstellung ebenfalls gelöst: die Aufstellung im Freien, die aufgrund der robusten Stahlkonstruktion und Pulverbeschichtung der Entstaubungsfilter problemfrei (und ohne Aufpreis!) möglich ist sowie der vorbeugende Brandschutz, den das UAS-Engineering direkt in die Auslegung der Anlage mit eingearbeitet hat, um dem Zündrisiko Rechnung zu tragen. Technische Eckdaten • Produkt: Patronenfilter SFC 32-4 • Absaugleistung unter • • • • • Wir bedanken uns bei Karel Muk (Zambelli Technik) für die Freigabe des Artikels. Autoren: Carlo...

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