Einleitung
Der Bericht behandelt die elektrischen Drehantriebe der Serien SAI und SARI, die für den Einsatz in Kernkraftwerken qualifiziert sind. Diese Antriebe sind entscheidend für die Sicherheitssysteme und müssen unter festgelegten Bedingungen zuverlässig arbeiten.
Einsatzbereiche
Die Drehantriebe sind für den Einsatz innerhalb des Containments qualifiziert und entsprechen der 1E Klassifizierung nach IEEE 382. Sie sind vielseitig einsetzbar für Automatisierungsaufgaben von Armaturen.
Gestaffeltes Schutzkonzept
Die Antriebe sind in einem stabilen Gehäuse der Schutzart IP 68 untergebracht, das aus aluminiumfreien Materialien besteht, um Funktionalität im Normal- und Störfall zu gewährleisten.
Technische Spezifikationen
Die Antriebe bieten Drehmomente von 20 bis 1.000 Nm und Drehzahlen von 4 bis 180 min-1, definiert nach DIN EN ISO 5210.
Funktionen und Ausstattung
Die Antriebe unterstützen Steuer- und Regelbetrieb, verfügen über Abschaltmechanismen und Überlastschutz sowie optionale mechanische Stellungsanzeigen und Stellungsferngeber.
Qualifizierung und Normen
Die Drehantriebe sind nach IEEE 382-1978 qualifiziert und entsprechen den EU-Richtlinien. Sie unterliegen strengen Prüfungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen.
Rückmeldesysteme
Es gibt Draht-Potentiometer, Präzisionspotentiometer und elektronische Stellunggeber RWG, wobei letztere nicht störfallsicher sind.
Technische Kennwerte
Die Kennwerte umfassen Leistung, Widerstand und Linearität der Potentiometer sowie die Ausgangssignale und Spannungsversorgung des elektronischen Stellungsgebers.
Selbsthemmung und Drehmomentschaltung
Die Antriebe sind selbsthemmend, außer bei bestimmten Drehzahlen, und bieten drehmomentabhängiges Abschalten.
Motoren und Drehmomentanpassung
Die Drehantriebe sind mit speziellen Drehstrommotoren ausgestattet, die ein hohes Anlaufmoment bieten und individuell anpassbar sind.
Konstruktionsprinzip
Verwendung von Schneckengetrieben zur Drehzahluntersetzung und Selbsthemmung. Die Wegschaltung ermöglicht das Abschalten in den Endlagen.
Handbetrieb und Elektroanschluss
Der Handbetrieb ist für Notfälle vorgesehen, während der Elektroanschluss über Klemmen oder Rundsteckverbinder erfolgt.
Armaturenanschluss
Der Anschluss erfolgt nach DIN EN ISO 5210 oder DIN 3210, mit verschiedenen Anschlussformen.
Einsatzbedingungen
Die Drehantriebe sind in der Schutzart IP 68 ausgeführt und mit einem speziellen Korrosionsschutz versehen.
Farbspezifikationen
Standardlackierung ist silbergrau (RAL 7001), mit optionalen Farbtönen in feuerrot (RAL 3000) und reinweiß (RAL 9010).
Umgebungstemperaturen und Luftfeuchtigkeit
SAI Drehantriebe sind für Temperaturen von -20 °C bis +80 °C ausgelegt, SARI bis +60 °C. Beide sind kurzzeitig bis 172 °C belastbar und funktionieren bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Lebensdauer
SAI Drehantriebe erfüllen eine Mindestlebensdauer von 2.000 Zyklen, SARI von 100.000 Betätigungen.
Qualifizierung und Prüfungen
Die Drehantriebe wurden nach IEEE 382-1978 qualifiziert, einschließlich Druck-, Strahlungs- und Schwingungsprüfungen.
EU-Richtlinien
AUMA Stellantriebe sind keine vollständigen Maschinen gemäß der Maschinenrichtlinie, jedoch wird eine Herstellererklärung zur Einhaltung der Normen bereitgestellt.
Qualitätssicherung
AUMA verfügt über ein ISO 9001-2000 zertifiziertes Qualitätssicherungssystem.
Betriebsbewährung
AUMA Drehantriebe SAI und SARI haben sich über 25 Jahre im Betrieb bewährt.