Einleitung: Die Bedienungsanleitung für den Digitalanzeiger Typ 9163 von Burster Präzisionsmesstechnik bietet umfassende Informationen zur sicheren Nutzung und Konfiguration des Geräts. Sie enthält wichtige Sicherheitswarnungen, technische Spezifikationen und Anweisungen zur Installation und Bedienung.
Sicherheitsinformationen: Die Anleitung hebt die Bedeutung der Beachtung von Warnhinweisen hervor, um elektrische Schläge und Verletzungen zu vermeiden. Es wird betont, dass das Gerät nicht in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden darf und dass alle Parameter vor der Inbetriebnahme korrekt eingestellt sein müssen.
Gerätebeschreibung: Der Digitalanzeiger Typ 9163 ist sowohl als Einbau- als auch als Tischgerät erhältlich. Es gibt verschiedene Optionen und Softwareunterstützung, wie die DigiVision 9163-P100.
Installation und Anschlüsse: Die Anleitung beschreibt detailliert die Schritte zur Installation, einschließlich der Einbaumaße und Hinweise zur Schalttafelmontage. Es werden die elektrischen Anschlüsse für Ein- und Zweikanalgeräte sowie die Spannungsversorgung erläutert.
Bedienung: Die grundlegende Bedienung umfasst das Einschalten, die Eigendiagnose und den Messbetrieb. Es werden Anweisungen zur Navigation durch Menüs und zur Einstellung von Parameterwerten gegeben.
Konfiguration: Die Anleitung bietet detaillierte Informationen zur Konfiguration von Ein- und Ausgängen, einschließlich der Auswahl von Sensorspeisungen und der Einstellung von Grenzwerten. Auch die Konfiguration von Schnittstellen wie der seriellen Schnittstelle und der Profibusanbindung wird behandelt.
Wartung und Fehlerbehebung: Es werden Anleitungen zur Reinigung, Reparatur und Problemlösung bereitgestellt, um die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Geräts zu gewährleisten.
Technische Daten und Zubehör: Abschließend enthält die Anleitung technische Spezifikationen und eine Liste von Zubehörteilen und Optionen, die für den Digitalanzeiger verfügbar sind.
Einführung: Der Digitalanzeiger Typ 9163 ist ein Gerät zur Erfassung elektrischer Größen mit hoher Dynamik. Es bietet bis zu zwei analoge Haupteingänge und zwei Hilfseingänge, die für verschiedene Anwendungen wie Differenzmessungen genutzt werden können. Die Eingänge sind für lineare Standardsignale, Drucksensoren, Kraftmessdosen, Potentiometer, Thermoelemente und Widerstandsthermometer geeignet. Eine kundenspezifische Eingangslinearisierung ist möglich. Das Gerät kann über ein Tastenfeld konfiguriert werden und ist ideal für Anwendungen, die hohe Leistungen und unterbrechungsfreien Betrieb erfordern.
Kundenservice: Burster bietet eine Herstellergarantie von 24 Monaten. Reparaturen innerhalb dieser Zeit sind kostenlos, sofern sie nicht durch unsachgemäßen Gebrauch verursacht wurden. Bei Reparaturanfragen ist die Seriennummer des Geräts anzugeben.
Grundausführung und Optionen: Die Grundausführung umfasst einen Haupteingang für verschiedene Sensortypen, zwei Hilfseingänge, eine Spannungsversorgung für Transmitter, zwei konfigurierbare Digitaleingänge und vier Relaisausgänge. Optionen umfassen zusätzliche Haupteingänge, Analogausgänge, serielle Schnittstellen und Profibusanschluss.
Betriebsvorbereitung: Nach dem Auspacken sollten die technischen Daten des Typenschilds notiert und das Gerät auf Beschädigungen überprüft werden. Die Lieferung sollte auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Unstimmigkeiten oder Schäden sind umgehend zu melden.
Einbau und Montage: Vor der Installation sind grundlegende Regeln zu beachten, um elektrische Sicherheit und elektromagnetische Verträglichkeit zu gewährleisten. Das Gerät sollte nicht in Schaltanlagen mit Hochleistungsgeräten eingebaut werden und muss vor Staub, Feuchtigkeit und Wärmequellen geschützt werden.
Elektrische Anschlüsse: Alle Anschlussklemmen befinden sich auf der Rückseite des Geräts. Die Eingangsleitungen sollten getrennt von den Spannungsversorgungsleitungen verlegt werden. Verdrillte oder abgeschirmte Kabel sind zu verwenden, um Störaussendungen zu unterdrücken.
Hauptabschnitte:
- Sensoranschlüsse: Die Sensorleitung „CAL“ sollte an die Klemme 24 oder 26 angeschlossen werden, um das gleiche Potential wie „-Exc“ zu gewährleisten. Bei falscher Verkabelung zeigt der Digitalanzeiger Fehler an. Die Kalibrierwiderstände sind im Prüfprotokoll des Sensors angegeben.
- Thermoelemente: Es können Thermoelemente der Typen J, K, R, S, T und nach Linearisierung auch B, E, N, L, U, G, D, C angeschlossen werden. Wichtig ist die Beachtung der Polarität und die Verwendung geeigneter Kompensationsleitungen.
- Transmitteranschlüsse: Der Sensortyp hängt vom gewählten Transmitter ab. Es gibt spezifische Anweisungen für 2-Leiter- und 3-Leiter-Transmitter.
- Strom- und Spannungseingänge: Die Eingänge sind für lineare Gleichstrom- und Gleichspannungssignale geeignet, mit spezifischen Innenwiderständen für verschiedene Spannungsbereiche.
- Potentiometer- und PT100-Anschlüsse: Es gibt Anweisungen für den Anschluss von Potentiometern und PT100-Sensoren, wobei auf den Drahtquerschnitt geachtet werden muss.
- Sicherheits- und Installationshinweise: Es wird auf die Gefahr eines elektrischen Schlags hingewiesen und die Notwendigkeit einer Schutzisolierung betont. Kondensatoren müssen der VDE-Standardklasse entsprechen.
- Spannungsversorgung: Vor dem Anschluss an die Spannungsversorgung muss die Eignung des Geräts überprüft werden. Es gibt spezifische Anforderungen an die Versorgungsspannung und die Verwendung geeigneter Kabel.
- Serielle Schnittstellen: Details zu RS232 und RS485 Schnittstellen, einschließlich der Warnung vor elektrischen Schlägen bei angelegter Spannung.
Hauptabschnitte:
- Bedienelemente: Alle Bedieneinrichtungen befinden sich auf der Gerätefront mit Schutzart IP54. Die Benutzeroberfläche umfasst Anzeigen für Prozesswerte, Hilfsdisplays, Cursortasten zur Anpassung von Parameterwerten, Funktionstasten zur Menüauswahl und Bestätigung sowie Zustandsanzeigen für Grenzwerte.
- Einschalten und Eigendiagnose: Nach dem Einschalten führt das Gerät einen Selbsttest durch. Fehlercodes werden bei Problemen angezeigt und sind im Menü hinterlegt.
- Messbetrieb: Die Anzeige des Istwerts erfolgt über das Display PV. Grenzwerte können mit den Cursortasten angepasst werden. Umschaltung zwischen Netto- und Bruttowerten ist möglich.
- Fehler während des Messbetriebs: Fehlercodes wie „Lo“, „Hi“ und „Err“ geben Auskunft über Probleme wie Skalenwertüberschreitungen oder Sensorfehler.
- Grundlegende Bedienung: Zugriff auf Menüs und Parameter erfolgt über die Taste [F]. Parameterwerte können mit den Cursortasten angepasst und bestätigt werden.
- Informationen über den aktuellen Zustand: Softwareversion, Gerätecode und Fehlercodes können im Menü „Inf“ abgerufen werden.
- Konfiguration von Eingängen: Die Konfiguration erfolgt über die Menüs „Inp.1“ und „Inp.2“. Verschiedene Sensortypen und Zusatzfunktionen können eingestellt werden.
Kritische Informationen:
- Die richtige Konfiguration und Parametrierung ist entscheidend für die optimale Funktion des Geräts.
- Fehlercodes geben wichtige Hinweise auf mögliche Probleme und deren Ursachen.
- Die Konfiguration der Eingänge ermöglicht eine Anpassung an spezifische Anwendungserfordernisse.
Hauptabschnitte:
1. Justage der Skalenwerte: Der Prozess beginnt mit der Einstellung des unteren Skalenwerts (Parameter λoS) und endet mit der Bestätigung des oberen Skalenwerts (Parameter HiS). Ein Korrekturoffset kann zwischen -999 und +999 Skaleneinheiten eingestellt werden.
2. Konfiguration der Eingänge: Die Konfiguration der Haupteingänge erfolgt über das Hauptmenü, während die Hilfseingänge über die Menüs Inp.3 und Inp.4 konfiguriert werden. Verschiedene Sensortypen und Skalenwerte können eingestellt werden.
3. Auswahl der Sensorspeisung: Die Sensorspeisung wird im Menü Ovt festgelegt. Mögliche Spannungen sind 2,5 V, 5 V und 10 V, abhängig vom Sensortyp.
4. Konfiguration der Ausgänge: Die Ausgangsparameter werden im Menü Ovt festgelegt. Es gibt verschiedene Codes für die Festlegung der Bezugssignale und die Auswahl des Analogausgangs.
5. Feineinstellung des Analogausgangs: Diese erfolgt über das Menü PAS, wobei der Zugriff durch Eingabe eines Wertes von "99" freigegeben wird.
6. Grenzwerteinstellung: Grenzwerte können absolut oder relativ sein und werden im Menü ALL konfiguriert. Es gibt verschiedene Typen von Grenzwerten, die durch Codes festgelegt werden.
Wichtige Hinweise: Bei der Konfiguration ist Vorsicht geboten, um elektrische Schläge und Schäden durch elektrostatische Spannung zu vermeiden. Die Priorität der Grenzwerte wird durch ihre Nummer bestimmt, wobei GW1 die höchste Priorität hat.
Grenzwertkonfiguration:- Farbwechsel des Displays bei Grenzwertüberschreitung und Aktivierung von Zeichenfolgen bei aktiven Grenzwerten.
- Hysterese und Aktivierungszeit für Grenzwerte einstellbar.
- Zuordnung alphanumerischer Zeichenfolgen zu Grenzwerten möglich.
Zeichenkonfiguration:- Fünf Zeichen können für jeden Grenzwert festgelegt werden.
- Werte für Zeichen basieren auf der Summe der Segmentwerte.
Grenzwert- und Ausgangseinstellungen:- Obere und untere Grenzwerte zwischen -19.999 und 99.999 einstellbar.
- Verhalten bei Fühlerbruch konfigurierbar.
Kontakttypwahl:- Jumper auf der Netzteil-Karte zur Wahl zwischen Öffner und Schließer.
Serielle Schnittstellenkonfiguration:- Geräteadresse zwischen 0 und 247 einstellbar.
- Baudrate und Parität konfigurierbar.
Zugriff auf geschützte Bereiche:- Zugriff durch Eingabe des Wertes „99“ im Menü PAS möglich.
- Parametersperre durch Brücke S9 steuerbar.
Mathematische Funktionen:- Verschiedene mathematische Operationen auf Eingangswerte anwendbar.
- Koeffizienten für Berechnungen einstellbar.
1. Spezifikationen und Einstellungen:- Der Digitalanzeiger Typ 9163 ermöglicht die Einstellung von Parametern für mathematische Funktionen und Grenzwerte.
- Die Tastenbelegung kann individuell angepasst werden, um verschiedene Funktionen wie Kalibrierung, Spitzenwertspeicherung und Grenzwertsteuerung zu aktivieren.
- Digitaleingänge können konfiguriert werden, um spezifische Prozessanforderungen zu erfüllen, z.B. durch Auswahl von Prozesstypen und Netzfrequenzen.
2. Kalibrierung und Justage:- Die Kalibrierung erfolgt durch Zuordnung elektrischer Messsignale zu darzustellenden Messgrößen, oft mittels Zweipunktkalibrierung.
- Für DMS-Sensoren ist eine Justage erforderlich, um Nullpunktverschiebungen zu kompensieren und die Messgenauigkeit zu gewährleisten.
- Der Digitalanzeiger unterstützt die 4-Leitertechnik, die in den meisten Anwendungen ausreichend ist.
3. Display- und LED-Einstellungen:- Das Display kann so konfiguriert werden, dass es verschiedene Eingangsgrößen anzeigt, mit Optionen für Prozessanzeige und automatisches Umschalten.
- LEDs können programmiert werden, um verschiedene Zustände und Funktionen anzuzeigen, wie z.B. Spitzenwerte oder Fehlerzustände.
4. Empfehlungen und Hinweise:- Vor der Kalibrierung sollten alle Sensoren korrekt angeschlossen sein, um Abweichungen zu vermeiden.
- Die Verwendung eines DMS-Simulators kann hilfreich sein, um den Anzeiger auf Sensoren abzugleichen, deren Messbereich nicht vollständig abgedeckt werden kann.
Kalibrierung des Digitalanzeigers Typ 9163: Der Digitalanzeiger Typ 9163 wird zur Kalibrierung von Sensoren verwendet. Die Kalibrierung erfolgt in mehreren Schritten, wobei verschiedene Parameter eingestellt werden müssen. Der Prozess beginnt mit der Belastung des Sensors mit einer Referenzgröße und der Einstellung dieser Größe am Display. Nach der Kalibrierung des Nullpunkts kann der Sensor entlastet werden, um die Kalibrierung abzuschließen.
Verwendung eines DMS-Simulators: Ein DMS-Simulator 9405 kann verwendet werden, um den Anzeiger auf einen Sensor abzugleichen, dessen Messbereich nicht mit einer Referenzgröße abgedeckt werden kann. Der Simulator wird auf einen bestimmten Wert eingestellt, um den Nullwert und den Kennwert des Sensors zu bestimmen.
Kalibrierung von RTD-Sensoren (PT100): RTD-Sensoren bestehen aus Platin und haben einen Nennwiderstand von 100 Ω bei 0 °C. Die Kalibrierung erfolgt durch Widerstandsmessung und Umrechnung in °C. Die Klassen A und B definieren die zulässigen Abweichungen bei 100 °C.
Kalibrierung von Thermopaaren (TC): Thermopaare bestehen aus zwei verschiedenen Metallen und erzeugen eine Thermospannung bei Temperaturunterschieden. Die Kalibrierung erfolgt durch Einstellung der Parameter bei 0 mV und 50 mV sowie Eingabe der Umgebungstemperatur.
Linearisierung der Eingänge: Die Linearisierung erfolgt im Menü „Lin“ und ermöglicht die Einstellung variabler oder fester Intervalle. Die Anzahl der Intervalle und die Skalenwerte werden entsprechend den Anforderungen eingestellt.
Zurücksetzen auf Werkseinstellungen: Die Kalibrierung eines Eingangs kann auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, indem ein bestimmter Code eingegeben wird.
Geräteaktivierung und -deaktivierung: Der Digitalanzeiger kann per Software in den StandBy-Modus versetzt werden. Die Ein-/Aus-Funktion kann einem Digitaleingang zugeordnet werden.
Wartung: Vor dem Öffnen des Gehäuses muss die Spannungsversorgung unterbrochen werden, um einen elektrischen Schlag zu vermeiden. Die Reinigung der Bedienfront erfolgt mit Wasser oder Alkohol, jedoch nicht mit Lösungsmitteln auf Kohlenwasserstoffbasis.
Reinigung und Reparatur: Verwenden Sie ein trockenes Tuch zur Reinigung der Leiterplatten. Verwenden Sie keinen Druckluft, sondern einen weichen Pinsel. Reparaturen dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden, um die Garantie nicht zu verlieren. Eine Brücke auf der CPU-Karte ermöglicht den Zugriff auf die Menüs des Geräts.
Problemlösung: Die Tabelle listet Symptome und deren Ursachen auf, z.B. wenn das Display nicht funktioniert, könnte es an der Stromversorgung liegen. Weitere Probleme könnten defekte Segmente oder fehlende Konfigurationsmenüs sein, die durch Hardware-Einstellungen oder Passwortschutz verursacht werden.
Technische Daten: Der Digitalanzeiger Typ 9163 hat ein 5-stelliges Display, eine Genauigkeit von 0,1 % und unterstützt verschiedene Sensortypen wie DMS-Sensoren und Potentiometer. Die Abtastrate beträgt 2 ms, und es gibt mehrere Grenzwertausgänge. Die serielle Schnittstelle unterstützt MODBUS RTU.
Zubehör und Optionen: Es gibt verschiedene Adapterkabel für Sensoren und Transmitter sowie die Konfigurationssoftware DigiVision.
Menüeinträge: Die Menüs umfassen Einstellungen für Eingänge, Grenzwerte und mathematische Funktionen. Es gibt spezifische Parameter für die Konfiguration der Sensoren und Signale.
Übersicht: Das Dokument beschreibt die Schritte zur Konfiguration und Kalibrierung eines Digitalanzeigers vom Typ 9163. Es enthält detaillierte Informationen zu den Eingabewerten und den zugewiesenen Werten für verschiedene Punkte, die in Schritten von 1/10.000 des Endwerts angegeben sind.
Hauptabschnitte:
- Schritte zur Kalibrierung: Jeder Schritt beschreibt den Eingangswert und den zugewiesenen Wert für einen bestimmten Punkt. Die Schritte sind nummeriert von 2 bis 64, wobei die meisten Punkte einen Eingangswert und einen zugewiesenen Wert von 0 haben.
- Digitalanzeiger Typ 9163: Mehrere Seiten sind dem Digitalanzeiger Typ 9163 gewidmet, wobei die Anzeige von Standardwerten und die Profibus-Konfiguration beschrieben werden.
- Blockdiagramme: Das Dokument enthält auch Blockdiagramme, die die Funktionsweise des Digitalanzeigers veranschaulichen.
Wichtige Informationen:
- Die meisten Punkte haben einen Eingangswert und einen zugewiesenen Wert von 0, was auf eine Standardkonfiguration hinweisen könnte.
- Die Schritte sind detailliert nummeriert, was eine systematische Kalibrierung ermöglicht.
- Die Blockdiagramme bieten eine visuelle Darstellung der Funktionsweise des Geräts.