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Feinguss

Feinguss

Zusammenfassung des Produktkatalogs
Einleitung
ZOLLERN ist ein führendes Unternehmen in der Gießereitechnik mit über 3000 Mitarbeitern weltweit. Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Gießverfahren an, darunter Feinguss, Sandguss und Schleuderguss.
Feingussverfahren
Feinguss ist ein Präzisionsgießverfahren, das keramische Schalenformen verwendet. Es ermöglicht die Herstellung von Gussteilen mit hoher Maßgenauigkeit und Oberflächengüte. Das Verfahren umfasst mehrere Schritte, darunter die Herstellung von Wachsmodellen, das Tauchen in Keramikschlicker und das Ausschmelzen der Modelle.
Toleranzen und Oberflächen
Die Maßtoleranzen und Oberflächenqualitäten sind im VDG-Merkblatt P 690 geregelt. Es gibt verschiedene Genauigkeitsgrade (D1, D2, D3), die je nach Schwierigkeitsgrad der Gussteile angewendet werden. Die Oberflächenqualität wird nach DIN EN ISO 1302 klassifiziert.
VDG-Merkblatt P 695
Dieses Merkblatt legt die technischen Lieferbedingungen für Feingussstücke fest. Es definiert Maßtoleranzen, Bearbeitungszugaben und Oberflächenrauheiten. Die Einteilung in Gütestufen basiert auf zerstörungsfreien Prüfungen.
Gestaltung und Anwendungen
Feinguss bietet nahezu unbegrenzte Gestaltungsfreiheit und ist besonders geeignet für Werkstoffe, die schwer zu bearbeiten sind. Es wird in verschiedenen Industrien eingesetzt, um komplexe und präzise Gussteile herzustellen.
Schlussfolgerung
Feinguss ist ein wirtschaftlich vorteilhaftes Verfahren, das eine hohe Maßgenauigkeit und Oberflächengüte bietet. Es ist besonders geeignet für die Herstellung von kleinen bis mittelgroßen Gussteilen aus verschiedenen Werkstoffen.
Genauigkeitsgrade und Toleranzfelder
In den Werkstoffgruppen D und A gibt es drei Genauigkeitsgrade. Grad 1 gilt für Freimaße, Grad 2 für zu tolerierende Maße und Grad 3 erfordert Abstimmung mit dem Feingießer. Die Lage des Toleranzfeldes ist frei wählbar, sollte aber gleichmäßig um das Nennmaß gelegt werden.
Maßtoleranzen
Die Maßtoleranzen für Wanddicken hängen von der Größe der Keramikwände, deren Fläche, möglichem thermischen Verzug und dem metallostatischen Druck ab. Sie sind unabhängig vom Genauigkeitsgrad und werden durch dickere Rand-Partien und Durchbrüche beeinflusst.
Form- und Lagetoleranzen
Diese Toleranzen erfordern festgelegte Bezugsebenen und -punkte gemäß DIN EN ISO 1101 und sind zwischen Hersteller und Bezieher zu vereinbaren.
Oberflächenbeschaffenheit
Für gegossene Oberflächen gilt Ra (CLA) nach Tabelle 4. Bereich N 7, N 8 und besondere Oberflächenbehandlungen sind gesondert zu vereinbaren.
Bearbeitungszugaben
Passmaße und geringe Oberflächenrauheiten, die durch Feingießen nicht erreichbar sind, erhalten Bearbeitungszugaben, die werkstoffspezifische Eigenschaften berücksichtigen.
Gestaltungshinweise
Innenradien sollten etwa 20% der größten Wanddicke betragen. Außenradien und -fasen sollten als Maximalradien angegeben werden. Für Löcher, Sacklöcher, Kanäle, Schlitze und Nuten sind spezifische Abmessungen zu beachten.
Konstruktionshinweise
Feingussteile sollten möglichst einbaufertig gegossen werden. Bei zu engen Toleranzen ist spanende Bearbeitung erforderlich. Kerbwirkungen sollten vermieden werden, und es sollten möglichst große Radien vorgesehen werden.
Hauptabschnitte:
  • Gießverfahren und Konstruktion: Der Text beschreibt die optimalen Bedingungen für das Gießen von Löchern, Schlitzen und ebenen Flächen. Es wird empfohlen, durchgehende Löcher ohne keramische Kerne zu gestalten und Sacklöcher bei bestimmten Legierungen zu vermeiden. Große ebene Flächen sollten vermieden werden, da sie schwer zu gießen sind.
  • Feinguss und Werkstoffwahl: Feinguss bietet eine breite Palette an Werkstoffen und ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mit engen Toleranzen und guter Oberflächenqualität. Die Wahl des richtigen Werkstoffs und die geeignete Wärmebehandlung sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit.
  • Vakuum-Feinguss: Hochwarmfeste Werkstoffe müssen im Vakuum erschmolzen werden. Der Prozess bei ZOLLERN ist automatisiert und ermöglicht die Herstellung von Gussteilen mit hoher Reinheit und gezielter Kornfeinung.
  • Anwendungsbeispiele: Der Text listet verschiedene Anwendungen von Feingussteilen auf, darunter Düsenspitzen, Elektronikgehäuse und Turbolader-Komponenten.
  • Unternehmensstandorte: ZOLLERN hat Werke in verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, Portugal, China und Brasilien. Die Kontaktdaten der einzelnen Werke sind aufgeführt.
Kritische Informationen:
  • Vermeidung von großen ebenen Flächen und Sacklöchern bei bestimmten Legierungen.
  • Wirtschaftlichkeit durch optimale Werkstoffwahl und geeignete Konstruktion.
  • Automatisierte Prozesse im Vakuum-Feinguss für hohe Reinheit und Qualität.
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Katalogauszüge

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FEINGUSS GIESSEREITECHNIK

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Die ZOLLERN-Gruppe ist ein weltweit tätiges Unter- nehmen mit über 3000 Mitarbeitern. Zu unseren Geschäftsfeldern zählen Antriebstechnik (Automation, Getriebe u. Winden), Gleitlagertechnik, Maschinenbau- elemente, Gießereitechnik und Stahlprofile. Leistung, Erfahrung und Innovation 3 DLLERN FEINGUSS

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GIESSEREITECHNIK VON ZOLLERN – LEISTUNG, ERFAHRUNG UND INNOVATION 2 3 Für Gießereitechnik ist das Unternehmen ZOLLERN eine der ersten Adressen in Europa und darüber hinaus ein geschätzter Partner für viele Aufgaben in den bedeutendsten Industrienationen der Welt. Schließlich beschäftigen wir uns bereits seit rund hundert Jahren mit Guss. ZOLLERN prägte die Entwicklung mit, in allen Stadien: Vom einfachen Grauguss im ausgehenden 19. Jahrhundert bis hin zur modernsten Gusstechnologie. Die Wurzeln gehen aber noch weiter zurück. 1708 gründete Fürst Meinrad II. von Hohenzollern die Fürstlich Hohenzollernschen...

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VERFAHREN Unter Feingießen versteht man das Gießen in einteiligen keramischen Schalenformen. Damit entfallen die Formbzw. Modell-Teilungen, wie sie beim Sandguss üblich sind, und die dadurch verursachten Ungenauigkeiten und Grate. Beim Feinguss wird das Modell ausgeschmolzen und ist somit verloren. Das Verfahren wird durch die folgenden Fertigungsschritte beschrieben. Feingießen ist ein Genau- oder Präzisions-Gießverfahren, das aus Gründen der Wirtschaftlichkeit weltweit immer bedeutender wird. So werden immer größere Gussstücke, andererseits immer schwieriger zu erschmelzende (Super-) Legierungen...

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1 Modellherstellung 2 Montage der Gießeinheit 3 Tauchen 4 Besanden 4 5 5 Schalenform 6 Modellausschmelzen 7 Brennen 8 Gießen 9 Entformen 10 Trennen 11 Schleifen 12 Kontrolle 1 Für jedes Gussstück ist ein Wachsmodell erforderlich. Die Modelle werden mittels Spritzmaschine in Metallformen aus Weichmetall-Legierungen, Aluminium oder Stahl hergestellt. 2 Die Modelle werden einzeln (bei großen Stücken) oder zu mehreren als „Gießtrauben“ mit dem ebenfalls aus Wachs gefertigten Gießsystem (Einguss, Anschnitte, Speiser) zusammengeklebt. 3 bis 5 Durch mehrmaliges Tauchen der Modelle in einen Keramikschlicker...

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TOLERANZEN UND OBERFLÄCHEN Wirtschaftlich dimensionieren heißt auch bei Feinguss, keine Toleranz enger zu wählen, als es der Zweck erfordert. Die Maßtoleranzen, Oberflächen sowie Bearbeitungszugaben sind generell im VDG-Merkblatt P 690 geregelt. Genauigkeitsgrad D1 gilt allgemein als Freimaßtoleranz an Gussstücken, die keinen besonders hohen Schwierigkeitsgrad aufweisen. Genauigkeitsgrad D2 gilt für die zu tolerierenden Maße der Gussstücke. Genauigkeitsgrad D3 entspricht dem Streubereich verschiedener Fertigungslose und gilt nur für einzelne, ausgewählte und vereinbarte Maße größerer Serien,...

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6 7 Tabelle 2: Bearbeitungszugaben in Abhängigkeit von der Art der Bearbeitung (alle Angaben in mm) Tabelle 3: Oberflächenbeschaffenheit nach DIN EN ISO 1302 CLA [µinch] Ra1) [µm] Rz1) [µm] Rt1) [µm] N 1 1 0,025 0,22–0,30 0,24–0,40 N 2 2 0,050 0,15–0,60 0,49–0,90 N 3 4 0,1 0,8–1,1 0,85–1,45 N 4 8 0,2 1,0–1,8 1,10–2,40 N 5 16 0,4 1,6–2,8 1,75–3,60 N 6 32 0,8 3,0–4,8 3,2–6,0 N 7 Größtes Nennmaß 63 1,6 5,9–8,0 6,3–10,0 N 8 125 3,2 12–16 13,0–19,5 N 9 250 6,3 23–32 25–38 N 10 500 12,5 46–57 48–68 N 11 1000 25 90–110 95–130 N 12 2000 50 180–220 190–250 Zugabe pro Fläche bis grob fein – 50 0,5 50 80...

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VDG-MERKBLATT P 695 TECHNISCHE LIEFERBEDINGUNGEN FÜR FEINGUSS Teil 1: Allgemeine Bedingungen Teil 2: Gütestufen 1. Anwendungsbereich 1. Allgemein Das VDG-Merkblatt P 695 legt die allgemeinen technischen Lieferbedingungen für Feingussstücke aus genormten oder nicht genormten Gusswerkstoffen bzw. genormten und nicht genormten metallischen Werkstoffen, die nach dem Modellausschmelzverfahren hergestellt wurden, fest. Zusätzliche, für bestimmte Werkstoffe spezifische Anforderungen sind in den speziellen Werkstoffnormen festgelegt. Die vorliegende Spezifikation legt eine Einteilung in verschiedene...

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VDG-MERKBLATT P 690 8 9 MASSTOLERANZEN, OBERFLÄCHEN, BEARBEITUNGSZUGABEN VDG-P 690 März 1999 Vom Fachausschuss „Feinguss“ im VDG erstellte Richtlinie Verein Deutscher Gießereifachleute e.V. Zu beziehen durch VDG-Informationszentrum Sohnstr. 70 40237 Düsseldorf Tel. +49 (0) 211/68 71-254 Fax. +49 (0) 211/68 71-364 Email [email protected] www.vdg.de Leicht gekürzte Wiedergabe mit Genehmigung des Vereins Deutscher Gießereifachleute e.V. 1. Definition und Geltungsbereich 1.1 Feinguss ist ein Verfahren, mit dem durch Urformen maßgenaue Gussstücke hoher Oberflächengüte hergestellt werden. Die durch Spritzgießen...

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3. Maßgenauigkeit 3.1 Schwinden und Schrumpfen Beim Erstarren und Erkalten gegossener Metalle entstehen naturgesetzlich Volumenkontraktionen durch Schwinden und Schrumpfen. Weitere Einflüsse bei der Erzeugung von Feinguss ergeben sich auch durch das Schwinden der verlorenen Modelle und durch das Ausdehnen der Gießformen beim Erhitzen. Die Summe dieser Einflüsse wird beim Herstellen der Spritzformen in den Schwindmaßen entsprechend beachtet. Es sind Erfahrungswerte, die von der Gussstückkontur, die Formkeramik und dem Gusswerkstoff abhängen, aber auch von der speziellen Fertigungstechnik der einzelnen...

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4.1.2. Abmessung und Gestalt des Gussstückes Die erreichbare Genauigkeit von Nennmaßen eines Feingussteiles wird von der größten Abmessung und Gestalt des Gussstückes beeinflusst. Übersteigt die größte Gussteilabmessung den ausgewiesenen Nennmaßbereich eines Genauigkeitsgrades, so sind die gesamten Toleranzen des Gussteiles mit dem niedrigeren Genauigkeitsgrad (größeres Toleranzfeld) zu tolerieren. Abweichungen außerhalb der Genauigkeitsgrade müssen zwischen Abnehmer und Feinguss-Lieferant vereinbart werden. 4. Maßtoleranzen 4.1 Lineare Maßtoleranzen Erreichbare Maßtoleranzen an Feingussteilen...

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Alle Kataloge und technischen Broschüren von ZOLLERN

  1. Vertikallager

    11  Seiten

  2. Winch gearboxes

    20  Seiten

  3. Slewing gearbox

    20  Seiten

  4. Travel drives

    8  Seiten

  5. compact winches

    2  Seiten

  6. drive gearboxes

    12  Seiten

Archivierte Kataloge

  1. Stahlprofile

    16  Seiten

  2. Werkstoffe

    12  Seiten

  3. Imageprospekt

    18  Seiten

* Die Preise verstehen sich ohne MwSt., Versandkosten und Zollgebühren. Eventuelle Zusatzkosten für Installation oder Inbetriebnahme sind nicht enthalten. Es handelt sich um unverbindliche Preisangaben, die je nach Land, Kurs der Rohstoffe und Wechselkurs schwanken können.